Deutsche Verkehrswissenschaftliche Gesellschaft

Veranstaltungsdatum: 21.01.2016 17:30 Uhr bis 21.01.2016 19:00 Uhr
Ort: Technische Hochschule Nürnberg, Keßlerplatz 12, Gebäude KB, Raum KB.206

Der steinige Weg zum barrierefreien Ausbau der ÖPNV-Stationen

Kategorie: Fußgänger- und Radverkehr, Personenverkehr, Straßenverkehr, Verkehrsinfrastruktur, Verkehrsplanung, Verkehrssicherheit

Vortrag von Dipl.-Geogr. Dirk Domhardt, Leiter Abteilung Verkehrsplanung, Verkehrsverbund Großraum Nürnberg (VGN) und Robert Wunder, stellv. Leiter Verkehrsplanungsamt, Stadt Nürnberg

Mit der Zielsetzung des Freistaates Bayern, bis 2023 öffentliche Einrichtungen barrierefrei
auszubauen, werden bei den Städten und Landkreisen im ZVGN (Zweckverband Verkehrs-
verbund Großraum Nürnberg) Erwartungen geweckt.
Zu öffentlichen Einrichtungen zählen auch die ÖPNV-Stationen.

SPNV-Stationen im ZVGN
Referent: Dipl.-Geogr. Dirk Domhardt
Leiter Abteilung Verkehrsplanung, Verkehrsverbund Großraum Nürnberg (VGN)
Die VGN GmbH setzt sich seit Jahren auch für den Ausbau der Stationen außerhalb des
Nürnberger S-Bahn-Netzes ein. Hier besteht bei nahezu 100 Stationen im Gebiet des ZVGN immenser Handlungsbedarf. Der mühsame Weg, in Verhandlungen mit DB Sta-tion&Service und der Bayerischen Eisenbahngesellschaft den Ausbaustandard zu verbessern, soll an Beispielen aufgezeigt werden. Die begrenzten finanziellen Rahmenbedingungen
tragen nicht zur Beschleunigung der Aufgabe bei und erfordern Prioritäten.
Die Festlegung von Kriterien für eine notwendige Prioritätensetzung soll ebenfalls Gegen-stand des "Werkstattberichtes" sein.

Bushaltestellen im Stadtgebiet Nürnberg
Referent: Dipl.-Geogr. Frank Jülich
Leiter Verkehrsplanungsamt, Stadt Nürnberg
Die Novellierung des Personenbeförderungsgesetzes und der daraus resultierenden Forde-rung nach einer „vollständigen Barrierefreiheit“ im öffentlichen Personennahverkehr bis zum Jahr 2022 erfordert seitens der Stadt Nürnberg zügiges Handeln.
Ein vollständiger Umbau der Bushaltestelleninfrastruktur wird aus finanziellen und personellen Gründen bis 2022 nicht möglich sein. Der Verkehrsausschuss des Nürnberger Stadtrates hat Ende 2015 die Verwal-tung beauftragt, die Voraussetzungen für eine Realisierung der ersten Prioritätsstufe bis 2022 zu schaffen. Dazu wurde ein Vorrangnetz im Stadtgebiet definiert und ein Planungsleitfaden für den jeweiligen Halte-stellentyp entwickelt. Nur mit der finanziellen Förderung dieser Maßnahmen durch den Freistaat Bayern können in den nächsten Jahren zentrale Bushaltestellen barrierefrei umgebaut werden. Eine Entscheidung steht noch aus.
Die Federführung für die Planung dieser wichtigen und langfristigen Aufgabe liegt im Verkehrsplanungs-amt der Stadt Nürnberg. Der Referent präsentiert den Weg der Stadt zu einer umfangreicheren Barriere-freiheit im öffentlichen Raum am Beispiel der Bushaltestellen in Nürnberg.


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